|
Hoch aktuelle Themen beim Seminar für Pferdebetriebe
Am 16. Dezember 2009 folgten wieder eine große Anzahl von Teilnehmern der Einladung des HRFV zu einem Seminar für Inhaber von Pferdebetrieben und Mitglieder von Reitvereinen im Rahmen des Hessentages beim Internationalen Frankfurter Festhallen-Reitturnier.
Im Saal Panorama konnte Dr. Harald Hohmann Fulda, Mitglied des Vorstandes der HRFV und für die Pferdebetriebe zuständig, die Anwesenden begrüßen und stellte die Referenten vor. Dr. Wolfgang Kubens, LBH-Steuerberatungsgesellschaft, Friedrichsdorf mit dem Thema Steuertipps für Pferdebetriebe - auf die richtige Gestaltung kommt es an. Mit Sicherheit im Pferdebetrieb - Haftung und Versicherung unter besonderer Berücksichtung von Box, Reitboden und Koppelzaun, referierte Georg-W. Fink, Aufkirchen. Um die Fütterung von Sport- und Freizeitpferden kümmerte sichDr. Hans-Peter Karp, Münster und zum Schluß Rentabilität und Management des Einsatzes von Schulpferden K.-H. Schulte Althoff, Senden. So stand es auf der Einladung, aber K.-H. Schulte Althoff sagte kurzfristig ab und so hielt Dr. Wolfgang Kubens einen weiteren interessanten Bericht über - Ihre Kosten müssen sie im Griff haben – die Pensionspferdehaltung.
Dr. Wolfgang Kubens, als absoluter Kenner der Materie, hielt einen Vortrag über die steuerliche Gestaltung im Pferdebetrieb. Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, was die steuerliche Situation des jeweiligen Betriebes angeht, sind im Einzelnen genau zu prüfen. In jedem Fall sollte man sich beraten lassen. Die LBH-Steuerberatungs-gesellschaft in Friedrichsdorf besteht seit 1970 und hat heute 24 Niederlassungen, sowie zwei Tochtergesellschaften mit weiteren Niederlassungen in Hessen. Die 40 Steuerberater und Rechtsanwälte stehen den Pferdebetriebsbesitzern jederzeit beratend zur Seite. Gerade das Merkblatt `Steuerliche Besonderheiten bei Pferdebetrieben` fast kurz zusammen worauf es ankommt. Aber Dr. Wolfgang Kubens wies auch daraufhin, dass durch eine frühzeitige Weichestellung steuerliche Risiken zu vermeiden sind. So ist es auf jeden Fall sinnvoll sich mit allen Fragen an diesen kompetenden Fachmann zu wenden. Ein interessantes Thema war auch die Sicherung steuerlichen Vorteile bei der Installation einer Photovoltaikanlage.
Robert Kuypers, Geschäftsführer des HRFV, informierte die Anwesenden in einem Kurzbericht über die neusten Erkenntnisse zum Jakobskreuzkraut. „Die Hysterie die ausgebrochen war, konnte beschwichtigt werden!“ (Mit einem ausführlichen Bericht informierte `Unser Pferd` in der letzten Ausgabe).
Über die Sicherheit im Pferdebetrieb Haftung und Versicherung unter besonderer Berücksichtung von Box, Reitboden und Koppelzaun referierte Georg-W. Fink, Aufkirchen. Der bundesweit erste Sachverständige für Reitanlagenbau, hielt wie auch in den letzten Jahren ein kurzweiliges Referat. Mit der Unterstützung des Kooperations-partners des HRFV der Nürnberg Versicherung Carsten Röhnert, Nürnberg und Jürgen Ecke, Gedern konnten gestellte Fragen optimal beantwortet werden.
Als erstes stellt Fink die zugrunde liegenden Gesetze, Leitlinien und Verordnung vor, mit einem Überblick über die wichtigste Fachliteratur. Über dieses komplexe Thema wird in den nächsten Ausgaben von `Unser Pferd` im Einzelnen berichtet werden. Aber die abschließende Erkenntnis dieses Themas war; jedes Jahr sollte ein Betriebs-Check durch einen Fachmann durchgeführt werden. Jede sich verändernde Kleinigkeit im Ablauf des Pferdebetriebs, kann nachher im Schadensfall, zu erheblichen Schwierigkeiten in der Abwicklung führen und es sind schon einige Hofbesitzer um ihr Gut gekommen.
Nach der Mittagspause und einem kleinen Rundgang durch die Festhalle, fanden sich die Teilnehmer zum zweiten Teil wieder ein.
Um die Fütterung von Sport- und Freizeitpferden Dr. Hans-Peter Karp beschäftigte sich bereits während seines Studiums der Agrarwissenschaften mit dem Einfluss der Fütterung auf Gesundheit und Leistung von Pferden. Er arbeitete als Gestütsleiter und war Mitarbeiter des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg. Heute ist er als Produktmanager für Pferdefutter tätig und hat als Reiter, Züchter und Turnierrichter direkten Bezug zum Pferdesport. Der Fachmann für Fütterungskunde brachte doch einige Teilnehmer zum staunen. Wissenschaftlich fundiert erläuterte er die Zusammenhänge der einzelnen Futterarten und -mittel. In seinem Buch `Dr. Karp´s gesunde Pferdefütterung` erläutert er in einem Ratgeber, wie Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Pferde durch eine bedarfs-gerechte Fütterung gefördert werden können. Er ging nach einer allgemeinen Einführung in die Ernährung der Pferde auf konkrete und praxisnahe Fragen ein, wie zum Beispiel: Welches Futter gebe ich meinem Pferd und wie viel? Erhält mein Pferd alles, was es an Nährstoffen und Vitaminen benötigt? Wie kann ich die Fütterung auf spezielle Lebenssituationen einstellen? Je nach Alter, Haltung, Einsatz und Gesundheitszustand stellen nämlich auch Pferde unterschiedliche Anforderungen an ihre Ernähung, die es bei ihrer Fütterung zu berücksichtigen gilt. kümmerte sichDr. Hans-Peter Karp, Münster.
Martin Otto war extra aus Warendorf für das Pferdebetriebsseminar angereist. Der Zuständig bei der FN für Pferdebetriebe zeigte sich erstaunt über den großen Zuspruch anlässlich der Veranstaltung. „Der HRFV hat dieses Seminar richtig etabliert. So werden die Betriebe wach-gerüttelt und müssen erkennen, dass sie etwas tun müssen! Es besteht zwar ein großes Pferdewissen in den Betrieben, aber die Marketingseite wird sehr vernachlässigt.“ Er resümierte über den 04. Oktober 2009, den `Tag des Pferdes`. Mehr als eine viertel Million Menschen nahmen teil, 65% neue Einstaller- neue Kunden hat es gebracht, bei 1000 Teilnehmern bundesweit. Auch in diesem Jahr, am 26. September, wird es wieder soweit sein, beim bundesweiten Tag der offenen Stalltür.
Dr. Wolfgang Kubens referierte in einem weiteren interessanten Bericht über - Ihre Kosten müssen sie im Griff haben. Auf das richtige Gesamtkonzept eines Betriebs kommt es an. Jeder Pferdebetrieb sollte sich deutlich positioniert haben und durch ein Alleinstellungsmerkmal herausheben. Egal, ob es die Kalkulation des Pensionspreises oder einer Teilleistung ist, sie müssen im Ansatz stimmen. Er öffnete den Teilnehmern die Augen für realistische Zahlen. Es müssen alle Faktoren berücksichtig werden, um dann ein sinnvolles Leistungspaket zu schnüren.
Heidrun Weitz Dezember 2009
Öffentlichkeitsreferentin des HRFV
|
| Klassische Reitausbildung von Reiter und Pferd mit Hans Riegler, Österreich Mittwoch, 25. November 2009 im Pferdezentrum in Alsfeld |
| Pferdebetriebe seit 10 Jahren Mitglied bei FN und HRFV Bericht von Heidrun Weitz |

Anmeldungen
Tag der offenen Stalltür
NeOn jetzt noch
leichter zu bedienen
FN bezuschusst
Turnierpferde-Eintragung